Löcher und Nadelstiche im Klarlack vermeiden

Löcher oder sogenannte Nadelstiche im Klarlack einer fertigen Reparaturlackierung sind mehr als ärgerlich.- erst recht bei einer Oldtimer-Restaurierung. Denn die notwendigen Nacharbeiten kosten Arbeitszeit und Material. Oft platzt dadurch ein vereinbarter Termin. Harald Klöckner, Standox Training and Technical Service Leader Europe, Middle East and Africa, gibt Tipps zu diesem Thema.

Wählen Sie den richtigen Füller
Löcher und Nadelstiche im Klarlack entstehen in der Regel, wenn der Basislack überbeschichtet wird. Besondere Vorsicht ist bei roten und weißen Uni-Farbtönen angebracht. Durch die Wahl des richtigen Füllerfarbtons verringern Sie das Risiko, zu viel Basislack aufzutragen. Darüber hinaus sparen Sie auch Material und damit Kosten ein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welchen Füllerfarbton Sie wählen sollen, schauen Sie in die Standowin iQ Farbtonsoftware: Dort finden Sie in der Farbtonformel einen entsprechenden Hinweis.

Stelle Sie den Basislack richtig ein
Bei der Oldtimer-Restaurierung ist nicht nur die perfekte Farbtonwahl, sondern auch die richtige Einstellung des Basislacks entscheidend für eine einwandfreie Lackierung. Achten Sie darum – gerade jetzt, wenn es draußen wieder wärmer wird – auf den Standoblue Klima-Ratgeber: Er erklärt, wie Sie den Basislack passend zu den klimatischen Bedingungen einstellen müssen.

Der Booster sorgt für mehr Sicherheit
Für mehr Sicherheit bei der Reparatur von Uni-Farbtönen hat Standox ein Additiv, den Standoblue Booster MIX 100, entwickelt. Bei extremen klimatischen Bedingungen (z.B. sehr trockenen Bedingungen wegen niedriger Luftfeuchtigkeit) unterstützt der Booster die Produkteigenschaften des Standoblue Basislacks und beugt Oberflächenstörungen vor.

Achten Sie auf die den richtigen Druck
Halten Sie sich bei der Einstellung von Düsengröße und Druck an die Empfehlungen in den technischen Datenblättern. Eine zu große Düsengröße führt zu mehr Materialauftrag. Dadurch steigt die Gefahr von Läufern oder anderen Fehlern. Ähnlich verhält es sich beim Druck: Durch nicht fein genug zerstäubtes Material entstehen höhere Schichtdicken mit den damit verbundenen Problemen. Umgekehrt bringen zu fein zerstäubtes Material und/oder ein zu hoher Eingangsdruck mehr Luft in die Oberfläche. Das kann später zu Nadelstichen führen.

Trocknung mit der Handtrockenblaspistole
Achten sie beim Einsatz einer Handtrockenblaspistole ebenfalls auf den richtigen Druck und genügend Abstand zum Objekt. Zu empfehlen sind ein Eingangsdruck von maximal zwei Bar und ein Mindestabstand von einem Meter. Falls der Standoblue Basislack gehärtet wird, sollten Sie auf diese Trocknungsmethode verzichten.

Standox hat in seinen YouTube-Kanal Standoxonline ein Video eingestellt, das anschaulich demonstriert, wie man Löcher oder Nadelstiche im Klarlack verhindern kann – zwar nicht an einem Oldtimer, aber das Grundprinzip bleibt das Gleiche. Sie finden es unter www.youtube.com/standoxonline.