Werkstattpraxis: Wann wird die Desinfektion erstattet?

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Die Desinfektion eines Autos, das in einer Kfz-Werkstatt repariert wird, gehört in der momentanen Situation einfach dazu. Doch Vorsicht: Die Frage, wer diese Leistung bezahlen muss, beschäftigt derzeit die Gerichte.

Für die Werkstätten sind Desinfektionskosten schon seit Monaten ein wichtiges Thema – und es hat bereits die Justiz beschäftigt. Die Rechtslage ist nicht ganz einfach, obwohl grundsätzlich gilt: Eine nicht mit dem Kunden besprochene Arbeitsleistung (zum Beispiel ein nicht in Auftrag gegebener Ölwechsel oder das Auffüllen des Wischwasser-Behälters) darf auch nicht berechnet werden. Es gibt allerdings Grenzfälle: Ist der Auftrag zwischen Kunden und Werkstatt nur allgemein formuliert (etwa bei einer Fahrzeug-Inspektion oder einem Frühjahrs-Check), können selbst nicht ausdrücklich genannte Leistungen berechnet werden. Ob allerdings die Desinfektion bei einer Autoreparatur unter diese Regelung fällt, ist umstritten.

In einem Fall, der im vergangenen Jahr vor dem Amtsgericht Heinsberg verhandelt wurde, wollte die Haftpflichtversicherung eines Autofahrers, der seinen Wagen nach einem unverschuldeten Unfall in einer Werkstatt reparieren ließ, die Desinfektionskosten von knapp 61 Euro nicht erstatten. Er klagte und bekam Recht: In Zeiten der CoVid-Pandemie, so das Gericht, sei eine Desinfektion vor der Rückgabe des Fahrzeugs notwendig, daher müsse die Versicherung diese Kosten zahlen.

In einem ähnlichen Fall hatte eine Werkstatt zweimal Desinfektionskosten aufgeführt: einmal vor Beginn der Reparatur, ein zweites Mal vor der Rückgabe des Fahrzeugs an den Besitzer. Hier urteilte das Amtsgericht Wolfratshausen, bei der ersteh Desinfektion handele es sich um eine interne Arbeitsschutzmaßnahme, deren Kosten nicht berechnet werden dürften. Hingegen müsse die zweite Desinfektion vor der Abholung des Fahrzeugs von der Versicherung bezahlt werden. Entscheidend ist also der Zeitpunkt der Desinfektion. Eine Werkstatt, die ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte Desinfektionskosten schon bei der Auftragserteilung durch den Kunden ausdrücklich ansprechen. So kann man späteren Ärger vermeiden.

Bei den meisten Versicherern kalkuliert man eine halbe Stunde Arbeitszeit, die für eine Desinfektion des Fahrzeugs notwendig ist, ein – was jedoch bei einem größeren Fahrzeug unter Umständen knapp werden kann. Umso wichtiger sind Desinfektionsmittel, die schnelles Arbeiten ermöglichen und sichere Ergebnisse liefern. Zum Beispiel das Axalta Flächendesinfektionsmittel AXT130. Seine Anwendung ist sehr einfach: Es wird mit einer Spraydose aus einer Entfernung von 15 bis 20 Zentimetern aufgesprüht, bis sich auf der Oberfläche ein gleichmäßiger Film bildet. Danach muss das Mittel nur noch 15 Minuten einwirken, Trockenwischen oder Spülen mit Wasser ist nicht erforderlich. AXT 130 ist nachweislich wirksam gegen eine Vielzahl von Mikroorganismen, Viren und Bakterien. Es eignet sich nicht nur für glatte, sondern auch für offenporige oder schwer zugängliche Oberflächen mit einer komplexen Geometrie.