Markt mit Zukunft?

Lohnt sich die Beschäftigung mit Old- und Youngtimern für freie Karosserie- und Lackierbetriebe? Ich meine, ja.

Die Zahl der Classic Cars nimmt – auch wenn es Phasen mit geringeren Zuwächsen gab – seit Jahren stetig zu. Heute haben wir in Deutschland über eine halbe Million Oldtimer. Und das sind nur die Fahrzeuge mit einem H-Kennzeichen, die Gesamtzahl liegt um ein Vielfaches höher. Man denkt beim Stichwort Oldtimern in der Regel an Vorkriegsfahrzeuge, die 80, 90 oder mehr Jahre alt sind. Aber inzwischen zählen auch Fahrzeuge aus den 70er- und 80er-Jahren dazu, die von vielen noch gar nicht als so „classic“ wahrgenommen werden. Aber sie sind es.

Die Erfahrung zeigt, dass eigentlich jedes Auto, das 30 oder mehr Jahre auf dem Buckel hat, einen gewissen Reparatur- oder Restaurierungsbedarf hat. Und wenn der Besitzer das nicht selbst übernehmen will oder kann, kommen die Kfz-Werkstätten ins Spiel. Man sollte diesen Markt darum nicht aus den Augen verlieren, auch vor dem Hintergrund, dass die „normalen“ Reparaturaufträge wegen sinkender Unfallzahlen potenziell rückläufig sind. Hinzu kommt, dass viele Besitzer bereit sind, in die Pflege, Wartung und Reparatur ihres Oldtimers deutlich mehr Geld zu stecken als in die ihres Alltagsautos. Ich kann den Werkstattinhabern und -leitern daher nur raten: Haltet Augen und Ohren auf und beschäftigt euch mit diesem Thema!

Euer Andreas Mannebach

Der Markt für Oldtimer wächst. Und damit auch der Bedarf an professioneller Reparatur und Restaurierung.